Innovationen sind für moderne Unternehmen essenziell, aber oft teuer, zeitaufwändig und von Bürokratie gebremst. Was, wenn es einen Weg gäbe, neue Geschäftsfelder schneller, flexibler und mit weniger Risiko aufzubauen? Genau hier setzt Corporate Venture Building (CVB) an – eine Methode, die die Power eines Start-ups mit den Ressourcen eines Konzerns kombiniert.
In diesem Beitrag zeigen wir, warum CVB die clevere Alternative zu klassischen internen Projekten ist und wie es euer Unternehmen nach vorne bringt.
Was ist Corporate Venture Building?
Corporate Venture Building bedeutet, neue Geschäftseinheiten oder Start-ups ausserhalb der klassischen Konzernstruktur – aber mit der Unterstützung und den Ressourcen des Mutterunternehmens – aufzubauen.
Stell dir vor: Ein kleines, fokussiertes Team arbeitet wie ein Start-up, aber mit dem finanziellen Rückhalt eines etablierten Unternehmens. Das ist mit CVB möglich.
Das Ziel: Innovative Produkte oder Dienstleistungen schnell, agil und marktnah zu entwickeln, ohne die typischen Konzernhürden.

Ist Corporate Venture Building wirklich teurer?
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass CVB teurer sei als interne Projekte. Das Gegenteil ist oft der Fall:
- Vergleichbare Kostenstruktur: Ein Corporate Venture ist ein Projekt mit klarer Planung, Budget und Zielen. Die Kosten sind daher vergleichbar mit denen eines internen Innovationsprojekts.
- Effizienz durch Fokus: CVB-Teams arbeiten agil, ohne langwierige Entscheidungswege. Das spart Zeit und reduziert Kosten für Bürokratie.
- Flexibilität: Ventures können schnell angepasst, skaliert und – bei Bedarf – auch wieder beendet werden. Ganz ohne die Trägheit interner Prozesse.
Wie unterscheiden sich Venture Studio Start-ups und traditionelle Start-ups voneinander? Den direkten Vergleich findest du hier.
Herausforderungen beim Corporate Venture Building
Kein Ansatz ist perfekt. CVB bringt zwar viele Vorteile, aber es gibt natürlich auch Herausforderungen:
Kulturelle Spannungen: Die unabhängige Arbeitsweise von CVB-Teams kann Konflikte mit der konservativeren Konzernkultur verursachen.
Initiale Kosten: Der Start eines neuen Ventures erfordert eine Anfangsinvestition, die zunächst hoch erscheinen mag.
Risiko des Scheiterns: Wie bei jedem Start-up besteht immer die Gefahr, dass das Venture nicht den gewünschten Markterfolg erzielt.
Diese Hürden lassen sich jedoch (zu einem grossen Teil) durch klare Kommunikation, enge Verzahnung mit dem Mutterkonzern und einem erfahrenen Venture-Team meistern.

Zusätzliche Einnahmequellen: Der entscheidende Vorteil von Corporate Venture Building
Während interne Projekte meist nur Kosten verursachen, bieten Corporate Ventures die Chance, neue Umsatzströme zu erschliessen. Ein erfolgreiches Venture kann:
- Eigenständig am Markt agieren und Gewinne erwirtschaften.
- Neue Kundensegmente erschliessen.
- Das bestehende Geschäftsmodell des Mutterunternehmens ergänzen oder erweitern.
So wird aus einem Innovationsprojekt nicht nur ein Kostenfactor, sondern eine potenzielle Einnahmequelle.
Ein (fiktives) Beispiel: Ein Handelsunternehmen entwickelt über CVB eine E-Commerce-Plattform für Nischenprodukte. Innerhalb eines Jahres generiert das Venture 15 % zusätzlichen Umsatz für den Mutterkonzern.
Was, wenn das Venture nicht skaliert?
Selbst wenn ein Corporate Venture keinen grossen Marktdurchbruch schafft, bleibt ein wichtiger Mehrwert: Das Unternehmen verfügt am Ende über eine eigene Softwarelösung oder ein Produkt, das gezielt für ein definiertes Problem entwickelt wurde. Diese Lösung kann intern genutzt werden, um Prozesse zu optimieren oder bestehende Herausforderungen zu adressieren. So entsteht nachhaltiger Nutzen, unabhängig vom Markterfolg.
Unternehmenskultur stärken durch Corporate Venture Building
Ein weiterer, oft unterschätzter Vorteil von CVB: Corporate Venture Building fördert eine unternehmerische Kultur, die langfristig das gesamte Unternehmen stärkt:
- Innovationsgeist: Mitarbeitende lernen, Verantwortung zu übernehmen, Risiken abzuwägen und unternehmerisch zu denken.
- Schnellere Entscheidungen: Die agile Arbeitsweise strahlt auf andere Abteilungen ab.
- Attraktivität für Talente: CVB zieht Top-Talente an, die in starren Strukturen kaum eine Perspektive sehen.
Fazit: Corporate Venture Building als “Projekt-Schnäppchen” definieren und verstehen
Natürlich ist auch ein Corporate Venture am Ende des Tages “nur” ein Projekt. Aber eines mit (mehr) Mehrwert. Denn: Durch die Möglichkeit, neue Einnahmen zu generieren, eine unternehmerische Kultur zu etablieren und selbst im Falle eines ausbleibenden Markterfolgs eine eigene Lösung zu besitzen, wird CVB zu zur Win-Win-Situation. Wer Innovationen nicht nur als Kostenfaktor, sondern als Chance versteht, sollte Corporate Venture Building als strategische Alternative zu klassischen internen Projekten in Betracht ziehen.
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